Stand: 16.08.2020

Neue Saison, neuer Motor

Es ist ein Yanmar 2YM15 geworden. Jetzt muß er nur noch eingebaut werden.

Die neue Hauptschalttafel, jetzt mit Drehzahlmesser und digitalen Anzeigen für Spannung und Strom, ist inzwischen auch fertig..

 

Das erste Arbeitswochenende der Saison ist schon vorbei und es geht deutlich aufwärts in der Akinom.

Die neue Schaltafel ist eingebaut und sie scheint auch einwandfrei zu funktionieren. 😉

Pause auf unbestimmte Zeit wegen Corona.

Im schlechtesten Fall fällt die Segelsaison 2020 komplett aus. Mal schauen wie es weiter geht…

Am 7. Mai ging es mit den Arbeiten am Schiff weiter. Frisch geputzt steht sie da…

Endlich Kranfertig, am 14. Mai kommt die alte Dame wieder ins Wasser

Die Akinom ist im Wasser. Jetzt noch schnell den neuen Motor einbauen und los geht’s…

Nach mehrtägiger Schrauberei liegt die alte Dame einsatzbereit am Steg und wartet auf den ersten Törn der Saison 2020.

Am 25. Mai lagen wir in Gelting mit einem schönen Sonnenuntergang

In Laboe haben wir die U-995 besucht

In Heiligenhafen am Strand war dank Corona nix los

In Mönkeberg, Kieler Bucht, lagen wir neben einem Schwesterchen der Akinom

Bei sensationellen Wetter ging es am 26.6. endlich nach Dänemark, ein Land ohne Maskenpflicht.

stockender Verkehr in der schmalen Fahrrinne von Marstal, ein langsam fahrender Frachter hält uns etwas auf…

Der 4-wöchige Sommertön beginnt mit einem Segelschlag nach Avernakö und dort haben wir erstmal den Grill angefeuert.

Immer einen Besuch wert ist die Insel Tunö. Dort ist es einfach nur schön…

und im Hafen war es maximal voll…

Kurz vor dem Hafen Hals am Anfang des Limfjordes kam im Kattegat plötzlich die Genua runter und lag im Wasser. Der Fockschäckel hat sich verabschiedet

Die komplett unter Naturschutz stehende Insel Hirsholm, die nördlichste Insel in Dänemark, hat sich von der schönsten Seite gezeigt.

Unter Heckanker liegend waren wir die einzigen Gäste auf Hirsholm, es war sensationell.

Einen Tag später in Skagen, Gruppenbildung vermeiden und Abstand einhalten sonst kommt die Polizei. Auch in Skandinavien findet man vereinzelt Hinweise auf das Corona-Virus.

Trotz der Warnungen und Nieselregen war es in der Skagener Innenstadt relativ voll.

Rechts die Ostsee, links die Nordsee und in der Mitte Touristen. Hier hört Dänemark auf und das Skagerrak beginnt.

Die Touristen wurden streng von Seehunden beobachtet und wenigstens einer ließ sich fotografieren.

Am nächsten morgen ging es früh los. 85 Meilen längs durch das Skagerak liegen vor uns. Ziel: Verdens Ende in Norwegen.

Nach 14,5 Stunden segeln endlich angekommen im norwegischen Verdens Ende (Ende der Welt).

Typisch norwegisch/ schwedische Felslandschaft. Oft sieht es aus wie am Mittelmeer…

Bei sehr ruhigen Wetter, mit gelegentlichen Regenschauern, ging es dann in den Oslofjord. Die Fähre, welche zwischen Kiel und Oslo pendelt, haben wir in den paar Tagen mehrmals getroffen.

Mit ausgebaumten Schmetterling kamen wir Oslo sehr gemütlich immer näher

Geschafft. Das Hauptziel ist erreicht. Die alte Akinom liegt am Gästesteg des Osloer Segelvereins (1500 Liegeplätze)

Es folgte noch ein schöner Abendspaziergang durch das moderne Oslo.

Die neue Oper in Oslo

Auf dem Rückweg haben wir dann an der Oscarfestung einen Stopp eingelegt. Dort wurde mit fetten Krupp Kanonen am 9. April 1940 der deutsche schwere Kreuzer Blücher versenkt. Dabei starben 850 deutsche Soldaten und es folgten mehrere schwere Luftangriffe der Nazis auf die Oscarfestung bis die Norweger aufgaben.

Video zur Versenkung der Blücher: Klick mich

Natürlich hat die Blücher auch zurück geschossen…

Das war sie, die Blücher. 205m lang, 131.000PS, brandneu und sehr stark bewaffnet. Die Norweger haben dafür gesorgt das sie in 90m Tiefe liegt…

Die finalen Treffer kamen von 2 Torpedos dieser Sorte:

In dem kleinen Hafen der Oscarfestung war ordentlich was los…

Der letzte norwegische Hafen des Törns – Skjaerhalden. Von nun an geht es durch die schwedischen Schären wieder zurück gen Süden.

Ein schöner Segeltag mit einer harten mehrstündigen kleinen Regatta gegen eine Hanse 340. Einen Sieger gab es nicht, wir waren exakt gleich schnell.

Inmitten der Corona-Pandemie in Schweden. Der erste schwedische Hafen, Resö, empfing uns mit ordentlich Regen…

Schwedische Idylle…

In den schwedischen Schären weiß man gar nicht was man zuerst fotografieren soll. Das Leben in Schweden muss echt hart sein…

Der Sotekanal. Bisschen eng aber sehr gut geschützt. Während es im Kattegat mit 25-30 Knoten Wind aus West gepustet hat, sind wir ganz gemütlich durch Kanäle und zwischen ganzen Schäreninseln völlig geschützt vor den Wellen die Küste runter gefahren. Ist echt praktisch und man hat was zum gucken…
Der gelegentlicher Starkregen war etwas störend…

Wenigstens weiß der Plotter wo es lang geht. Sehen tut man nix mehr…

Schon wieder in der Hallberg-Rassy Werft. So eine 56er ist vielleicht doch etwas übertrieben…

Sogar Rund Orust hat es gut gewindet. Wir haben die alte Dame ganz schön in ihren schlanken hintern getreten aber sie mag das…;-)
Halber Wind mit 25 Knoten und knapp 7,4 Knoten Speed durchs Wasser – es lief ganz gut durch die Schären…

 

Von Schweden zurück nach DK gab es durch das Kattegat eine Nachtfahrt. Während achtern die Sonne unter ging…

ging vor dem Schiff der Mond langsam auf. Das Kattegat lag so ruhig wie ein Dorfteich da. Der Wind schlief völlig ein und die Hälfte der Strecke mussten wir unter Maschine fahren…

Auf dem Rückweg sind wir noch durch das Herz der dänischen Südsee, dem Svendborgsund, gefahren. Das war richtig schön.
Nach 900 Meilen und 3 besuchten Ländern wieder zurück in Deutschland. Inmitten von Corona war es ein schöner Urlaub…